Die BBS auf allen Ebenen weiterentwickelt Schulleiter Michael Schimmel verabschiedet
Kreis Altenkirchen/Kirchen. Wenn ganz am Ende die Band noch ein paar Lieblingslieder spielt und man als bekennender BVB-Fan eine persönliche Widmung von Mats Hummels bekommt, dann fällt ein Abschied vielleicht doch nicht ganz so schwer: Dabei kann Michael Schimmel, Schulleiter der Berufsbildenden Schule Betzdorf/Kirchen, auch ohne Musik und Autogrammkarte ruhigen Gewissens in den Ruhestand gehen. Der 65-Jährige hinterlässt eine Bildungsstätte, die personell, räumlich und technisch „on top“ ist – auch und gerade wegen der fast schon berühmten Beharrlichkeit von Schimmel. Nach 16 Jahren als Schulleiter wurde er nun offiziell im Kreis des Kollegiums und zahlreicher Gäste verabschiedet.
Jürgen Strüder, ständiger Vertreter des Schulleiters, fasste in seiner Begrüßung schon vieles von dem zusammen, was Schimmel auszeichnet: von einer immensen Vielseitigkeit bis zur Fähigkeit, stets den Überblick zu behalten. „16 Jahre sind eine Zeit, in der man nicht nur verwaltet, sondern gestaltet.“ Genau das habe Schimmel speziell mit Blick auf die digitale Transformation getan, betonte Strüder. In gleicher Weise habe er sich für die Schülerinnen und Schüler eingesetzt. Schimmel sei für sie nicht nur Schulleiter, sondern vor allem Fürsprecher gewesen.
Landrat Dr. Peter Enders erinnerte in seinem Grußwort daran, dass viele die BBS auf dem Molzberg ohne Michael Schimmel gar nicht kennen würden, inzwischen habe er den Status einer Institution erreicht. „Immer war zu spüren, dass das Wohl der BBS für Sie obenan steht“, sagte Enders. Die in den Leitlinien der Schule aufgeführten Begriffe wie Transparenz und Fairness, Förderung von Eigeninitiative, kooperative Teamkultur, kontinuierliche Qualitätsverbesserung, Förderung und Kompetenzentwicklung aller Lernenden habe Schimmel mit Leben erfüllt.
Dem konnte sich Thomas Raabe als Leitender Regierungsschuldirektor der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) nur anschließen: „Sie hinterlassen eine bestens aufgestellte Schule“, sagte er an die Adresse des scheidenden Oberstudiendirektors. Schimmel sei ein Glücksfall für die Weiterentwicklung der Berufsbildenden Schulen im nördlichen Rheinland-Pfalz gewesen, und zum Glück habe er sich rechtzeitig gegen eine pädagogische Laufbahn an Gymnasien entschieden. Der Dank von Raabe ging aber auch an den Kreis als Schulträger für die hohen Investitionen, die im Laufe der Jahre auf dem Molzberg getätigt worden sein.
Schimmel selbst verzichtete auf eine große Rede, vielmehr stellte er kurz noch einmal die wichtigsten Prinzipien seiner Arbeit vor. Dazu zählen: Für jeden Jugendlichen ein individuelles Angebot vorzuhalten und Fundamente schaffen, die ein eigenständiges Leben ermöglichen. „Berufliche Bildung“, so stellte Schimmel klar, „ist eine große gemeinschaftliche Aufgabe.“ In seinen Dank schloss er zahlreiche Weggefährten ein, vor allem die Kolleginnen und Kollegen, die oft genug als „Schlüssel und Türöffner“ fungiert hätten.
Mit zahlreichen persönlichen Geschenken (darunter besagte Autogrammkarte, organisiert von Peter Eisel) und einem Kahoot-Quiz wurde Schimmel vom BBS-Team verabschiedet. Dann waren es auch genug der Worte: Die Band „paedpur“, die für eine grandiose musikalische Begleitung sorgte, stimmte „Go your own way“ von Fleetwood Mac an – und dieser Weg wird Michael Schimmel garantiert öfters nach Sylt führen, dann vielleicht nicht mehr wie im Büro mit einer Tasse grünem Tee vor sich, sondern mit einem Glas aus dem Haut Médoc .
Foto: Michael Schimmel (M.) wurde jetzt als Schulleiter der BBS Betzdorf/Kirchen offiziell verabschiedet, zu den Gästen zählten (v.l.) Bürgermeister Joachim Brenner, Regierungsschuldiektor Thomas Raabe, Landrat Dr. Peter Enders und 1. Kreisbeigeordneter Tobias Gerhardus.
Text und Bild: Thorsten Stahl (Kreisverwaltung Altenkirchen)